Wie mich meine Skoliose zum Yoga brachte

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Viele fragen mich, wie ich dazu gekommen bin, mich so tief in die Yoga-Praxis zu begeben. In meinen frühen Teenager-Jahren wurde bei mir eine Skoliose diagnostiziert. Das heisst, ich habe eine Wirbelsäulenverkrümmung. Wer es nicht weiss, sieht es nicht. Aber ich leide nicht nur unter dem „Buckel“ auf der rechten Rückenseite, sondern vor allem auch unter den Schmerzen. Irgendwo tut es immer weh, doch daran habe ich mich gewöhnt.

Schon früh schickte man mich wegen den Skoliose in eine wöchentliche Physiotherapie, wo ich lernte, meinen Körper kennenzulernen und meinen Rücken von selber geradezurichten. Als ich dann 18 wurde und mit dem Studium in Genf begann, hörte ich mit der Physio auf. Yoga hatte schon vorher einige Male praktiziert, aber erst in Zürich einige Jahre später, nahm ich die Praxis ganz auf. Und es geht mir besser als je zuvor.

Meine Skoliose wird zwar für immer da sein (eine Skoliose geht nicht zurück, man kann nur alles dafür tun, dass sie nicht schlimmer wird), doch es ist irgendwie aushaltbarer geworden. Erstens weiss ich nun, was ich tun kann, wenn die Schmerzen unerträglich werden. Zweitens verbessere ich die Balance im Körper ständig, auch wenn das in der Wirbelsäule nicht geht. Und drittens traue ich mich endlich, darüber zu reden. Denn durch Yoga wurde ich so oft damit konfrontiert, etwas nicht zu können, dass ich nun voll und ganz weiss: Man muss wirklich nicht alles können.

Und damit war der Weg vom „körperlichen Yoga“, also von Asana-Stunden, zur ganzheitlichen Yoga-Praxis geschehen.

Meine Geschichte ist eigentlich eine sehr klassische. Viele Menschen kommen aus gesundheitlichen Gründen zum Yoga und tauchen schliesslich immer tiefer in die Praxis ein.

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